3 Dinge warum man ein iPad braucht
30. Juli 2010 | Von admin | Kategorie: News, Software
Bereits im Jahre 1998 hatte Apple schon einmal einen „iPad“ auf dem Markt gebracht. Damals war es der Newton, welcher in verschiedenen Versionen über die Jahre auf dem Markt angeboten wurde. Mit einem Monochrom Display und einen Eingabestift. Auch die Firma Siemens brachte damals ein Telefon mit Namens „Notephone“ auf dem Markt, dass die Funktionen eines Festtelefons mit dem Newton kombinierte. Damals schon revolutionär, konnte über das Gerät bereits telefoniert und FAXE versendet werden. Der Newton hatte damals schon eine sehr gut entwickelte Handschriftenerkennung.
Leider war der Markt Ende der neunziger Jahren noch nicht so weit.
Apple konnte aber von der damaligen Erfahrung profitieren, entwickelte sehr viel später das iPhone und über 12 Jahre später nach dem ersten Newton das iPad. Seit der Ankündigung des iPad´s von Apple wollten viele Menschen das Gerät haben.
Und wie immer, es hatte ein Tolles Design, war Trendig, Funktionell mit hohem Spaßfaktor, Funkanbindung und brachte auch gleich viele Apps mit.
Doch warum sollte der „normale“ Mensch sich so ein Gerät leisten. Zum telefonieren ist es ja nicht gedacht und auch zu groß, zum spielen gibt es andere Möglichkeiten auf dem Markt der Spielekonsolen. Warum dann? Was löste der Hype aus.
Um das vielleicht etwas verständlicher zu machen, ein kleiner Rückblick:
Früher, die Zeit vor dem Internet konnte man sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt sich nur durch die Zeitung, dem Radio und Fernsehen informieren. Der Vorteil der Zeitung war zusätzlich die Regionalen Informationen und Angebote. Außerdem konnte der Zeitungsleser seinen Informationsabruf und den Ort des Lesens selber bestimmen.
Und danach konnte die Zeitung als Anbrennhilfe benutzt werden.
Das Internet änderte vieles. Man konnte die News zu jeder Tages und Nachtzeit abrufen. Diese waren aktueller, unterlegt mit Bildern und links mit weiterführenden Informationen. Viele der Zeitungsverlage mussten/wollten das Internet für sich nutzen und boten sogar dieselben Nachrichten wie in den Zeitungen im Internet an.
Wer heute noch „öffentlich“ erklärt, er habe eine Zeitung abonniert, gilt eigentlich als „nicht mit der Zeit gehend“. Warum ein paar Euros für Nachrichten bezahlen, die bereits alt sind, wenn diese gedruckt werden. Auch darf der ökologische Aspekt nicht unberücksichtigt werden.
Im Internet, wird man ja überall und kostenlos mit Nachrichten bombardiert. Ganz zu schweigen von den RSS Newstickern, bzw. Google News, die gebündelt die Informationen zur Verfügung stellten.
Auch die Zeitungsverlage merkten dies sehr schnell und mussten sparen. Der erste Ansatz war, aktuelle News von anderen Verlagen zu übernehmen. Dabei wurden die Zeitungen aber untereinander austauschbar. Außerdem wurden die Berichte immer weniger objektiv, schlampig recherchiert, gefährliche Halbwahrheiten und Falschaussagen abgedruckt.
Jeder, der einmal einen regionalen Bericht einer Bürgerversammlung gelesenen hat und gleichzeitig anwesend war, fragte sich, ob er bei der richtigen Versammlung war.
Genau in dieser Zeit kennen wir viele, die Ihre Zeitung abgestellt haben. Dabei nütze es auch nicht, die Zeitung vom Schwarz/Weiß Druck auf Farbe umzustellen. Dadurch war das Anzünden eines Kamins nur noch etwas schwieriger geworden.
Inzwischen suchten die Zeitungsverlage nach Lösungen, ihre Nachrichten zu Amortisieren. Viele Verlage betrieben wieder verbesserten Journalismus und informierten Ihre Leser durch Hintergrundinformation. Andere überlegten sich, die Internet News durch Bezahlsysteme anzubieten.
Und genau zu diesem Zeitpunkt kam das iPad.
Mit dem Internetzugang, wäre es wieder möglich, dass die Kunden am Frühstückstisch Ihre Nachrichten auf dem iPad lesen könnten. Aufbereitet, grafisch ansprechend und bunt.
Und was gibt es besseres, als das die Verlage mit Ihren „Werbemöglichkeiten“ auf das iPad „hinzuweisen“. Kurz nach dem Start des iPad wurden die ersten Bezahldienste von großen Zeitungen aktiviert und viele News nur noch als Aufreißer veröffentlicht. Wer die komplette „Story“ lesen wollte, musste zahlen. Einbrüche von Nutzerzugriffe bis zu 90% waren die Folge, die anderen Nutzer waren jedoch bereit für die Angebote zu bezahlen. Lieber 10% die zahlen, als 100% die nicht zahlen.
Exkurs: Wussten Sie, dass der Browser so konfiguriert werden kann, dass er sich wie ein Google-Bot verhält. Dadurch können Internetseiten an gesurft werden, die nur für den Google-Bot freigegeben worden sind.
Fairer halber muss man natürlich sagen, dass die Verlage durch das einblenden von Werbung und auch AdSense Werbeblöcke bestimmt nicht schlecht dabei verdienten. Auf der einen Seite schimpfte man über Google mit seinen NewsReader, auf der anderen Seite nutze man Google aber für seine Werbemaßnahmen.
Aber das iPad sollte die Lösung für alle Probleme sein.
Es könnte alles so gut sein wenn nicht….
Der Tag als das Flipboard kam.
Nein, es ist keine Hardware, sondern eine Software welche als Gratis App den Verlagen das fürchten lernt. Die Software kann aus den Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter personalisierte Inhalte auslesen und diese wie ein Printmagazin aufbereiten.
Wird die Software weiter ausgebaut, können über ein Thema weitere Newsquellen angezapft und dargestellt werden. Bilder aus frei zugänglichen Quellen wir Flickr oder Twitpic hinzugefügt und aktualisiert werden. Gepaart mit Freundesnews aus den Sozialen Netzwerken kann nun das Flipboard einem die Zeitung ersetzten.
Der Benutzer sitzt am Morgen am Frühstückstisch und blättert in seinem iPad durch die personalisierte Flipbord News.
Im Moment ist es nur für das iPad zu erhalten. Wir sind gespannt, ob es auch das iPhone oder als Windows Applikation zu erhalten ist.
Wir sind sehr gespannt, was die Zukunft noch für das iPad bringt.